• Hauptartikel

Lehrpläne zur Verkehrserziehung

Anbei finden Sie die Lehrpläne der Verkehrserziehung für die unterschiedlichen Schularten als PDF zum Download:

  • Volksschule (Verbindliche Übung)

  • Hauptschule (Freigegenstand)
    Auszug Verkehrserziehung:
    Die Schülerinnen und Schüler sollen eine kritische und verantwortungsbewusste Einstellung zum Straßenverkehr erwerben und zu bewusstem Wahrnehmen und überlegtem Handeln in
    Verkehrssituationen fähig sein.

  • Neue Mittelschule:
    Auszug aus dem Lehrplan Neue Mittelschule:
    Im Bildungsbereich Gesundheit und Bewegung wird das Unterrichtsprinzip Verkehrserziehung angesprochen:
    5. Bildungsbereiche
    Bildung ist mehr als die Summe des Wissens, das in den einzelnen Unterrichtsgegenständen erworben werden kann.
    In den Bildungsbereichen sind auch jene Zielsetzungen enthalten, die von folgenden Unterrichtsprinzipien vertreten werden:
    ..., Verkehrserziehung, ...
    Bildungsbereich Gesundheit und Bewegung
    ... Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, sich am Straßenverkehr sicher und unfallverhütend zu beteiligen, technische Haushaltseinrichtungen risikobewusst zu nutzen und gefährliche Stoffe verantwortungsbewusst einzusetzen und zu entsorgen.

  • AHS Unterstufe: Verkehrserziehung ist in den Bildungsbereichen angesprochen.
    Auszug aus dem Bildungsbereich Gesundheit und Bewegung
    :
    „Sich im Straßenverkehr sicher und unfallverhütend zu beteiligen, … soll den Studierenden verstärkt bewusst gemacht werden“

  • Polytechnische Schulen (Unverbindliche Übung)
    Bildungs- und Lehraufgabe:
    Die Schülerin/der Schüler soll 

    • den Verkehr in seiner Komplexität erfassen und die eigene Rolle in diesem System erkennen; 
    • lernen, sich am Verkehr sicher, veranwortungs- und umweltbewusst zu beteiligen; 
    • das für den Erwerb des Mopedlenkerausweises notwendige Wissen und Können erwerben. 

    Lehrstoff: 

    • Fortbewegungsmittel Jugendlicher (Fahrrad, Moped, öffentlicher Verkehr usw.); Verkehrsfläche, rechtliche Bestimmungen für jugendliche Fahrzeuglenker; Verkehrspartnerschaft; Regelwissen; Verkehr und Umwelt bzw. Gesundheit. 

    Praktischer Unterricht: 

    • Kontrolle und Wartung, Gewöhnungs- und Geschicklichkeitsübungen, Verkehrstraining im Schonraum (mit Fahrzeugen Jugendlicher wie Fahrrad, Moped usw.). 

    Didaktische Grundsätze:
    Dem theoretischen und praktischen Unterricht ist gleichermaßen Bedeutung zuzumessen. Verkehrserziehung als Unterrichtsprinzip bedingt ein Zusammenwirken mit den anderen Unterrichtsgegenständen. Eine Erste-Hilfe-Ausbildung sowie die Zusammenarbeit mit einschlägigen Institutionen wird empfohlen.

  • Allgemeine Sonderschule (Übung)
    Bildungs- und Lehraufgabe:
    Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die Verkehrserziehung zum bewussten Wahrnehmen, zu einer kritischen, verantwortungsvollen und umweltbewussten Einstellung und zu überlegtem Handeln in Verkehrssituationen geführt werden.
    Verkehrserziehung soll:

    • Zusammenhänge zwischen Verkehrsregelung und Verkehrsablauf sowie zwischen Verkehr und Umwelt aufzeigen
    • die Fähigkeit der Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktion als Voraussetzung für eine selbstständige und sichere Teilnahme am Verkehr fördern und trainieren
    • erforderliche Kenntnisse über Verkehrszeichen, -einrichtungen, -vorschriften, -wege und -mittel sowie Kenntnisse über die Bedeutung des Umweltschutzes vermitteln
    • zur Bereitschaft führen, Normen und Regelungen sowie sonstige Erfordernisse und Gegebenheiten im Verkehr zu akzeptieren und sich um soziales, auf Sicherheit gerichtetes, die Umwelt schützendes Verhalten zu bemühen
    • durch Einübung konkreter Verhaltensmuster zur Bewältigung der täglichen Anforderungen als Verkehrsteilnehmerin bzw. Verkehrsteilnehmer befähigen

    Schwerpunkte sind:

    • kritisches, verantwortungsvolles, umweltbewusstes und überlegtes Handeln in Verkehrssituationen
    • Zusammenhänge zwischen Verkehrsregelung und Verkehrsablauf sowie zwischen Verkehr und Umwelt zu erkennen
    • die Fähigkeit der Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Konzentration und Reaktion als Voraussetzung für eine selbstständige und sichere Teilnahme am Verkehr zu gewinnen und weiter zu entwickeln
    • erforderliche Kenntnisse über Verkehrszeichen, -einrichtungen, -vorschriften, -wege und -mittel sowie Kenntnisse über die Bedeutung des Umweltschutzes zu erwerben
    • Normen und Regelungen sowie sonstige Erfordernisse und Gegebenheiten im Verkehr zu akzeptieren
    • sich um soziales, partnerschaftliches, rücksichtsvolles, auf Sicherheit gerichtetes, die Umwelt schützendes Verhalten zu bemühen
    • konkrete Verhaltensmuster zur Bewältigung der täglichen Anforderungen als Verkehrsteilnehmerin bzw. Verkehrsteilnehmer einzuüben

    Didaktische Grundsätze:
    Verkehrserziehung ist ihrem Wesen nach auf die Aneignung normgerechten, situationsangemessenen Verhaltens, das der eigenen Sicherheit und der Sicherheit anderer dient, ausgerichtet. Neben sachlichem Lernen ist Verkehrserziehung wesentlich auch auf soziales Lernen ausgerichtet. Jeder trägt nicht nur für sich selbst, sondern im hohen Maß auch für andere Verantwortung. Durch Prozesse der Selbsterfahrung im Unterricht ist den Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, dass in einer Verkehrsgemeinschaft alle Verantwortung zu tragen haben. Lerninhalte und Anlässe orientieren sich an realen Verkehrsereignissen und -situationen im Umfeld der Schülerinnen und Schüler. Dies schließt die Möglichkeit von Gelegenheitsunterricht ein. Üben, regelmäßiges Wiederholen und systematische Festigung von Verkehrsregeln in verschiedenen Zusammenhängen und aus verschiedenen Blickwinkeln sind Voraussetzungen für die Sicherung des Unterrichtsertrags.
    Verkehrserziehung soll so angelegt werden, dass sie von jeder Schülerin und von jedem Schüler als etwas Wichtiges, Lebensbedeutsames erkannt und akzeptiert wird. Richtiges und zunehmend selbstständiges Verhalten sollte als echte Lernleistung anerkannt und verstärkt werden. Der Schwierigkeitsgrad der Lehrstoffinhalte ist nach dem individuellen Leistungs- und Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich auf den einzelnen Schulstufen aufzubauen.
    Grundstufe I und II
    Lehrstoff:

    1. bis 4. Schulstufe
    Verkehrsregeln und Verhalten im Straßenverkehr
    Beispielsweise:

    • die optische und akustische Wahrnehmung verfeinern und schulen: Lichtzeichen von Anlagen und Fahrzeugen bewusst wahrnehmen und ihre Signalfunktion verstehen; verschiedenste Verkehrsgeräusche (z. B. Motorengeräusche) bewusst wahrnehmen, unterscheiden und das eigene Verhalten darauf einstellen
    • die Kommunikations- und Reaktionsfähigkeit im Verkehr verfeinern und fördern: die im Straßenverkehr gebräuchlichen nonverbalen Kommunikationsmuster wahrnehmen, verstehen und das eigene Verhalten darauf einstellen (z. B. Handzeichen, Blickkontakt, Warnsignale)
    • die Aufmerksamkeits-, Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit möglichst optimieren
    • Verkehrszeichen, -vorschriften und -regeln kennenlernen und akzeptieren (z. B. Benützen des Gehsteigs, Verhalten vor und bei Überqueren der Fahrbahn, Zebrastreifen)
    • Verkehrsverhältnisse im Einzugsbereich der Schule
    • besondere Gefahrenstellen