Mach dich sicher

Ein Bericht über die Durchführung der Übungen „Mach dich sicher“ und „Aktion Zebrastreifen“ der 3b des Brigittenauer Gymnasiums.

Kinder mit den "Mach dich sicher" Prospekten

Vorbereitung

  • Der Inhalt des §9 STVO Abs. 2 sowie die Regelung der Gurtenpflicht wurden SchülerInnen-gerecht umgeschrieben und von diesen erarbeitet. Ziele: Fachausdrücke klären, Inhalt begreifen, Bezug zu eigenem und dem Verhalten der Eltern/Bekannten herstellen ...
  • Aufgaben wurden verteilt: 2 Schüler sollten mit dem Fahrrad, 1 Schülerin mit Rollschuhen kommen, drei sollten Fußgänger simulieren, zwei Schüler Protokoll führen, eine Schülerin die Zahl der angehaltenen PKWs festhalten und nach „hielt sich an die VO/hielt sich nicht an die VO“, „war angegurtet/nicht angegurtet“ ordnen, ein Schüler sollte fotografieren.
  • Die Verkehrssituation wurde in der Klasse simuliert, das Gesprächsverhalten wurde trainiert.


Durchführung

  • Der Kontakt mit Herrn Oberstleutnant Schuh und dem Polizeikommissariat Bäuerelegasse, 1200 Wien (Fr. Bezirksinspektorin Olbrich) wurde 14 Tage vor Durchführung aufgenommen, Ort und Tag sowie Uhrzeit der Durchführung wurden vereinbart.
  • Tag der Durchführung war der 30.6.2009, in der Zeit von 9–11 Uhr, Ort der Durchführung: 1200 Wien, Wasnergasse (Schutzweg, Anhalteplatz in ca. 200m Entfernung).
  • Frau Bezirksinspektor Olbrich arbeitete in Zivil, ihr Kollege uniformiert.
  • Die 3b-Klasse (21 SchülerInnen waren an diesem Tag anwesend) wurde in zwei Gruppen geteilt:
  • Gruppe A (7 SchülerInnen) spielte FußgängerInnen, FahrradfahrerInnen, RollschuhfahrerInnen und wurde von Frau Bezirksinspektor Olbrich in Zivil betreut, die ihrem Kollegen die anzuhaltenden VerkehrsteilnehmerInnen per Funk durchgab. Ein Schüler fotografierte beide Gruppen bei ihrer Tätigkeit.
  • Gruppe B (14 SchülerInnen) informierte/bedankte sich bei den angehaltenen VerkehrsteilnehmerInnen und überreichte ihnen ein Merkblatt, einen Sticker, einen Folder.
  • 43 PKWs wurden angehalten. Davon haben sich 11 richtig verhalten, 6 falsch (ein Verkehrsteilnehmer erhielt ein Strafmandat), 13 waren angegurtet, 8 nicht; 5 hatten keine Zeit.
  • Für die Kinder war die Reaktion der Erwachsenen überraschend: Alle zeigten eine gewisse Verunsicherung, einige versuchten sich für ihr Fehlverhalten zu rechtfertigen, andere hörten sich die von den SchülerInnen gegebene Information in Ruhe an und bedankten sich. Interessant war auch die Begegnung zwischen VertreterInnen verschiedener Kulturen/Sprachen: Einige VerkehrsteilnehmerInnen hatten Mühe, den Inhalt der Information zu verstehen, einer wollte nicht fotografiert werden, andere kamen aus demselben Sprachraum wie der/die ihn belehrende SchülerIn.
  • Die Erfahrungen dieser Verkehrsübung wurden in Form von Schülerberichten festgehalten, wovon einer im Anhang nachzulesen ist.
  • Insgesamt war diese Übung eine Bereicherung für alle TeilnehmerInnen. Die SchülerInnen mussten einen ihnen bis dahin fremden Inhalt Erwachsenen so vermitteln, dass diese ihn annehmen konnten (gute Kommunikationsübung!). Sie lernten auf diese Weise auch ihr eigenes Verhalten als VerkehrsteilnehmerInnen zu reflektieren und erlebten, dass allein die Tatsache, von einem Polizisten angehalten zu werden, auf die meisten VerkehrsteilnehmerInnen verunsichernd wirkte.