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Vernunft hat Vorrang!

Ein Pilotprojekt der Landesverkehrsabteilung der Landespolizeidirektion für das Burgenland für Schüler der 8. Schulstufen.

Screenshot der Website zum Präventionsvortragsprogramm der Polizei

Die Verkehrsunfallstatistiken der letzten Jahre zeigen das Ansteigen von Zweiradunfällen und die hohe Beteiligung von Jugendlichen speziell im Bereich von Motorfahrradunfällen. Um diesem Trend entgegenzuwirken, wurden von der Landesverkehrsabteilung der Landespolizeidirektion für das Burgenland im Rahmen einer Projektarbeit Zweiradunfälle analysiert, Unfallhäufungen, -örtlichkeiten, -beteiligungen und –ursachen herausgefiltert sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit erarbeitet, und nach bewusstseinsbildenden Maßnahmen gesucht.

Präventionsvortragsprogramm

Gemeinsam mit PolizeischülerInnen des Bildungszentrums Eisenstadt wurden unter der Projektleitung von Chefinspektor Johann Reisner der Landesverkehrsabteilung für das Burgenland die dabei gewonnenen Erkenntnisse gefiltert und zu einem Präventionsvortragsprogramm zusammengeführt. Das dabei entstandene Präventionsprogramm mit der Bezeichnung „Zweirad im Verkehr – Vernunft hat Vorrang” ist für den Vortrag für SchülerInnen der 8. Schulstufen abgestimmt, um sowohl radfahrende Verkehrsteilnehmer als auch bereits beginnende Mopedlenker erfassen zu können. Dadurch soll versucht werden, den Jugendlichen bereits vor dem gefährlichen motorisierten Einstieg in das Verkehrsgeschehen die Wichtigkeit der Einhaltung von Verkehrsvorschriften und der großen Gefahr von Übermut und Leichtsinnigkeit vor Augen zu halten sowie rechtliche Normen und Konsequenzen zu vermitteln.

Der Vortrag in der Dauer von ca. zwei Unterrichtseinheiten, ist computeranimiert, wobei mit Folien, vielen Bilddarstellungen und selbstgedrehten Videoclips den SchülerInnen der Vortragsinhalt sehr veranschaulicht nähergebracht wird.

Der Vortragsinhalt beinhaltet die Schwerpunktbereiche:
Fahrrad: Unfallstatistik, Gefahrenstellen auf der Fahrbahn, verkehrssicheres Fahrrad, empfohlene Fahrradausrüstung und – bekleidung, häufiges Fehlverhalten von Radfahrern, Elektrofahrrad und Gefahr des toten Winkels

Moped: Ursachen von Zweiradunfällen allgemein, Unfallstatistik, der Weg zum Mopedausweis und rechtl. Bestimmungen, Alkoholbestimmungen und Mopedtuning samt Konsequenzen. Als Abschluss wird eine filmisch inszenierte Darstellung eines Mopedunfalles unter Einwirkung von Alkohol und Leichtsinn und dessen gesundheitlichen Folgen aus der Sicht des verunfallten Mopedlenkers gezeigt.

Mit den SchülerInnenn werden die einzelnen Vortragsinhalte besprochen, sinnvolle Maßnahmen und Verhaltensweisen gemeinsam erarbeitet und allfällig auftretende Fragen behandelt und diskutiert.

Sicherheitslücke wurde geschlossen

Die Vortragstätigkeiten werden von engagierten und speziell eingeschulten PolizistInnen in den einzelnen Bezirken in Burgenland abgehalten. Mit der Umsetzung dieses Projektes gelang es der Landesverkehrsabteilung für das Burgenland gleichzeitig die derzeit bestehende Lücke in der Verkehrssicherheitsbetreuung zwischen dem Volksschulalter (Verkehrserziehungen von der 1. bis 3. Schulstufe und Radfahrprüfung in der 4. Schulstufe) und den Verkehrssicherheitsberatungen für jugendliche Fahranfänger (Führerscheinneulingen) zu schließen und gleichzeitig einen wichtigen bedarfsorientierten Beitrag zur Steigerung der Verkehrssicherheit im Schul- und Jugendbereich zu leisten.

Dieses Verkehrssicherheitsprojekt versteht sich als nachhaltige und flächendeckende bewusstseinsbildende Maßnahme, welches jährlich burgenlandweit allen 8. Schulstufen angeboten wird.


8. September 2011