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Toter Winkel = Todeswinkel

Die LKW-Fahrer fürchten ihn, Verkehrsexperten warnen vor ihm, Angehörige
von Unfallopfern klagen über ihn. Die Rede ist vom „Toten Winkel“. Die meisten Zweiradfahrer bzw. Fußgänger haben keine Ahnung, in welche Gefahr sie sich begeben, wenn sie dicht, neben einem „Brummi“ vorfahren oder anhalten. Die „Initiative Sichere Gemeinden“ bietet in Vorarlberg Sicherheitstrainings an.

RadfahrerIn im Spiegel eines LKW

Wie die Unfallzahlen zeigen, können selbst viele Erwachsene den Bereich des toten Winkels bei Fahrzeugen nur schwer einschätzen. Umso wichtiger ist es, bereits bei Kindern ein Bewusstsein für diesen Gefahrenbereich zu entwickeln. Dazu ist es notwendig, den abstrakten Begriff an einem Beispiel zu visualisieren.

Verkehrssicherheitsprojekt „Trixi“

Das Verkehrssicherheitsprojekt „Trixi“ ermöglicht genau das, nämlich dass SchülerInnen selbst einmal die Gefahr des toten Winkels aus der Sicht oder eben „Nicht-Sicht“ des LKW-Fahrers zu erleben. Pro Aktion/Stunde (60 Minuten, keine Schulstunde) kann max. eine Klasse der 3. bis 9. Schulstufe an der Übung teilnehmen. Am stehenden LKW laufen SchülerInnen in den „Toten Winkel“ hinein, ein anderes Kind beobachtet aus der Position des LKW-Fahrers, wie lange die laufenden SchülerInnen gesehen werden. Mit Hütchen werden die Stellen markiert, an denen die SchülerInnen aus dem Sichtbereich des Fahrers „verschwunden“ sind, um so den Toten Winkel für die Kinder „sichtbar“ zu machen. Diese einfache Demonstration ist sehr lehrreich und wird von der Initiative Sichere Gemeinden gemeinsam mit dem ÖAMTC, ARBÖ, KfV, AUVA, Landesschulrat und dem Land Vorarlberg angeboten.

Vorbereitung 

Um einen optimalen Nutzen mit der Aktion zu erzielen ist es notwendig die Kinder auf das Thema vorzubereiten. Die ausgewählten Unterlagen erhalten LehrerInnen mit der Anmeldebestätigung (Download des Anmeldeformulars).

  • Für den Ort der Demonstration wählen Sie bitte einen geraden, asphaltierten Platz oder eine Straße (ohne Lärmbelästigung – Brunnen, Verkehr, usw.) der ca. 20 m lang und 7 m breit ist. Falls der Schulplatz verwendet wird, sollten keine andern Kinder die Aktion stören
  • Kontaktaufnahme mit einem örtlichen Frächter oder Transportunternehmen wegen der Bereitstellung eines LKWs (ideal ist ein so genannter „Auflieger“ oder mindestens ein „18-Tonner“)
  • Ansuchen wegen Platz- oder Straßensperre (Gemeinde, BH) falls notwendig
  • Information über die Veranstaltung an die örtliche Polizei
  • Zwei Aufsichtspersonen (Klassenlehrer + bspw. Lehrer oder Elternteil)
  • Bereitstellung von 2 Fahrrädern mit Helmen


Weitere Informationen:
Sicheres Vorarlberg
Realschulstraße 6
A-6850 Dornbirn
Tel.: 05572/54343-0
E-Mail: info@sicheresvorarlberg.at
www.sicheresvorarlberg.athttp://www.sicheregemeinden.at/


23.1.2011