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Kinder am Rad

Von: Michael Achleitner

Ob am Zweitsitz, im Anhänger oder bereits selbst mit oder ohne Stützrädern: Kinder lieben das Fahrrad und können es meist kaum erwarten es selbst zu lenken. Vom Kindersitz bis zur freiwilligen Radfahrprüfung gibt es allerdings einiges zu beachten, damit der Spaß – und vor allem die Sicherheit – auf zwei Rädern gewährleistet ist.

Kind am Fahrrad-Co-Sitz

Sobald das Kind alleine sitzen kann, kann es auch schon zum ersten Mal mit dem Fahrrad in Kontakt kommen. Gerade dann, wenn Kindersitz oder Anhänger für Eltern zur praktischen Alternative zu Auto und Kinderwagen werden. Der Kindersitz hat dabei einige Vorteile zu bieten. Die direkte Nähe zu den Eltern gibt Sicherheit. Ohne Angst lernt das Kind den Straßenverkehr kennen und intuitiv verstehen. Tipp: Das Kind lässt sich einfacher in den Sitz setzen, wenn das Rad einen stabilen Zweibeinständer hat. Ein Lenkungsdämpfer verhindert zusätzlich das Einschlagen des Lenkers.

Was aber tun, wenn man zwei Kinder mit dem Rad transportieren möchte? Hier zeigt der Radanhänger sein Können. Zugelassen sind Radanhönger für einachsige Anhänger mit Feststellbremse. Die Kinder müssen gut angegurtet werden, damit sie nicht in die Speichen greifen. Außerdem sind ein rotes Rücklicht und Rückstrahler am Anhänger Pflicht.

Zeit für das Laufrad

Kann das Kind erst mal sicher gehen, darf es auch bereits mit dem Laufrad den Gehweg erkunden. Dabei ist jedoch seitens der Eltern bzw. Erziehungsberechtigten Vorsicht geboten. Sehr schnell biegen Kleinkinder unvermutet ab und finden sich auf einer befahrenen Straße wieder. Mit dem Laufrad trainieren Zwei- bis Dreijährige spielerisch Gleichgewicht und Koordination. Der Übergang auf ein richtiges kleines Fahrrad gestaltet sich dann einfach – man hat das Rollenlassen ja schließlich schon gelernt. Mit Stützrädern kann das eventuell um einiges länger dauern.

Selbst ist das Kind

Mit etwa drei bis vier Jahren sind die motorischen Fähigkeiten eines Kindes soweit ausgeprägt, dass es alleine in die Pedale treten möchte. Ein passender Helm (Pflicht für Kinder unter 12 Jahren!) und ein wenig Unterstützung und schon geht es los. Leichtes Anschieben und Nebenherlaufen geben dem Kind zusätzlich Sicherheit. Fühlen sich Kinder am Rad sicher, kann es zum Üben in verkehrsberuhigte Zonen oder Radwege im öffentlichen Verkehr gehen. Besonders wichtig: Üben, auf Haltelinien stehen zu bleiben und das Tempo rechtzeitig vor Kreuzungen zu drosseln. Haben die Kleinen das im Griff, lassen Sie sie am besten vorfahren. So haben Sie sie im Auge und können sie vor schnell Fahrenden schützen, weiß auch Wien.at zu berichten. 

Fahrradausweis 

Bis zum zwölften Lebensjahr müssen Kinder in Österreich im Straßenverkehr von einer mindestens 16-jährigen Aufsichtsperson begleitet werden. Durch Ablegung der „Freiwilligen Radfahrprüfung”, die die körperliche und geistige Reife von Kindern feststellt, ist dies auch schon ab dem 10. Lebensjahr möglich. Die freiwillige Radfahrprüfung stellt seit Jahren an Österreichs Volksschulen einen fixen Programmpunkt dar. Die Radfahrprüfung für Schulklassen umfasst je einen praktischen und theoretischen Schulungskurs, sowie eine praktische und theoretische Prüfung. Die Prüfung sollte aber nicht im Mittelpunkt stehen. Vielmehr ist der Weg das Ziel. Die Vorbereitung auf die freiwillige Radfahrprüfung ist ein wichtiger Lernprozess, den Kinder der 4. bzw. 5. Schulstufe im Rahmen der Verkehrserziehung durchlaufen. 


12. August 2013, Quelle: www.fahrradwien.at