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Geprüfte Radfahrer

Von Michael Achleitner

Bei der Vorbereitung auf die „Freiwillige Radfahrprüfung lernen Kinder im Alter von 10 bis 12 Jahren, wie sie sich sicher auf der Straße bewegen und welche Rechte und Pflichten sie haben. 

Polizist mit jumgem Radfahrern bei der Prüfung

Radfahren macht Spaß, ist gesund und ist eine umweltfreundliche Art der Fortbewegung. Wer auf der Straße gut und sicher unterwegs sein will, sollte zuvor genug theoretisches und praktisches Wissen gesammelt haben. Denn Radfahrer/innen müssen sich nicht nur mit den Verkehrsregeln auskennen, sondern auch die wichtigsten Verkehrszeichen kennen, und üben, potentielle Gefahrensituationen richtig einzuschätzen. Die freiwillige Fahrradprüfung sowie die Vorbereitung darauf ist ganz in diesem Sinne ein wichtiger Beitrag im Rahmen der Verkehrserziehung und kann bereits hilfreich für die spätere Führerscheinprüfung sein. Lehrer/innen organisieren gemeinsam mit der Exekutive seit vielen Jahren die freiwillige Radfahrausbildung.

Die Sicherheit steht im Vordergrund

„Oft kommen sogar Eltern zu uns, deren Kinder zwölf Jahre alt sind und schon ohne Begleitung Radfahren dürfen, aber die Prüfung trotzdem machen sollen. Da steht einfach die Sicherheit der Kinder im Vordergrund“, erklärt Anton Schmidl von der Landesverkehrsabteilung. Er und seine Kolleg/innen begleiten die Schüler/innen durch die theoretische und praktische Fahrradprüfung. Unter Aufsicht und Anleitung von Erwachsenen können die Kinder das richtige Verhalten in verschiedenen Verkehrssituationen üben, mit denen sie beim Radfahren im Straßenverkehr konfrontiert werden. Nach der erfolgreich bestandenen, etwa zweistündigen Prüfung sind sie stolze Besitzer/innen des Fahrradausweises.

Der Weg ist das Ziel

Vor dem Erwerb des Radfahrausweises bereiten die Lehrer/innen mit dem Lernprogramm „Freiwillige Radfahrprüfung“ die teilnehmenden Schüler/innen der 4. und 5. Schulstufe altersgerecht und leicht verständlich auf die Prüfung vor. Im Schülerheft erhalten die Kinder anhand zahlreicher Texte, Illustrationen und Tipps grundlegende theoretische Informationen über ihre Rechte und Pflichten im Straßenverkehr, welche in den praktischen Übungen angewandt werden. Zu Beginn lernen die Schüler/innen, womit ein verkehrstüchtiges Fahrrad ausgerüstet sein muss, warum es wichtig ist, beim Radfahren einen Helm zu tragen und auf der Straße so gut sichtbar wie möglich zu sein. Nach der Erklärung wichtiger Bodenmarkierungen und Verkehrszeichen geht es um die richtige Verhaltensweise in unterschiedlichen Verkehrssituationen. Im Mittelpunkt stehen verantwortungsbewusstes und überlegtes Handeln im Straßenverkehr sowie der sichere Umgang der Kinder mit dem Fahrrad. 

Während der Vorbereitungsphase zur Prüfung werden die zukünftigen Verkehrsteilnehmer/innen von ihren Lehrerinnen und Lehrern begleitet. Diese finden in der Lehrermappe eine fundierte Unterstützung mit Hintergrundinformationen und Ergänzungen zum Schülerheft. Auch dem Verhalten in Notfällen und der ersten Hilfe ist ein Kapitel gewidmet.


17. September 2012