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Zauberhafte Verkehrserziehung

Der kleine Zauberer Sim-Bim hilft Volksschulkinder bei Verkehrs- und Mobilitätsthemen – mit musikalischen Geschichten.

Interview: Thomas Aistleitner

Reinhard Franz in einer Klasse

Reinhard Franz, Vorarlberger Liedermacher, hat Sim-Bim kreiiert und stellt ihn auch in den Schulen vor. Für netzwerk-verkehrserziehung erzählt er, wie das Projekt entstand und was es bewirken soll.

netzwerk-verkehrserziehung: Wie ist das Projekt „Verkehrszauber“ entstanden?
Reinhard Franz: Ich bin Komponist und Liedermacher. ARBÖ-Präsident Peter Steurer ist auf mich zugekommen mit der Bitte, über Verkehrserziehung für Kinder nachzudenken. Das war im Juni 2011. 

Wie ist es dann weitergegangen?
Ich habe über den Sommer ein Konzept geschrieben und diese Figur geschaffen, den kleinen Verkehrszauberer. Dazu brauchte ich auch eine Geschichte rund um den Charakter. Die Geschichte hat ein größeres Konzept als Verkehr, es geht jedoch darum, den Kindern Verkehrsregeln näherzubringen.

Welche Regeln oder Verkehrsthemen werden dargestellt?
Es geht um Themen wie sichtbar sein und unsichtbar sein, um das Über-die-Straße-Gehen. Jeder hat auf der Straße seinen Platz. Und Spielen gehört nicht auf die Straße. Es ist wichtig, sichtbar zu sein, stehenzubleiben, nach links und rechts zu schauen. Diese Abläufe kommen in den Liedern immer wieder vor. Das alles behandle ich in musikalisch-rhythmischer Art. Simbim zeigt seinen Mitschülern, wie sie sich richtig verhalten. Aber er kann nicht immer dabeisein und zaubern, wenn es gefährlich wird.

Wie kommen die Lieder in die Schulen?
Am besten persönlich: Ich gehe in eine Volksschule und gestalte eine Unterrichtsstunde mit Musik und Rhythmus. Im Frühjahr hatte ich 20 Auftritte in Vorarlberg, auch in der Steiermark gab es einen Auftritt, der für großes Interesse gesorgt hat. 

Wie kann man als Schule einen Auftritt buchen?
In Vorarlberg wurde die Veranstaltung allen Volksschulen angeboten, von 80 Anfragen konnte ich 20 Schulen besuchen. Im Herbst setzen wir diese Veranstaltung an den Schulen fort. In Vorarlberg kann man sich an Peter Steurer wenden, den Verkehrserziehungsreferenten des Landes Vorarlberg.

Für welches Alter ist „Verkehrszauber“ geeignet?
Es ist für Volksschulkinder konzipiert. Die ideale Zielgruppe sind die ersten und zweiten Klassen.

Ab wann sind Kinder groß genug für den Verkehr?
Ich finde, sie können diese Verantwortung schon sehr früh wahrnehmen und sollten deshalb mit ihr vertraut gemacht werden. Ein Kind, das schulreif ist, kann fast immer auch den Schulweg allein bewältigen. 


20. August 2012