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Willst du mit mir gehen?

WildUrb ist eine Community, die geht. Eigene Wege. Fremde Wege. Unbekannte und bekannte Wege, Wege in der Stadt. Aber immer, um Abenteuer, Stimulanz und Balance zu erleben und die Umwelt zu schonen.

Von Michael Achleitner

WildUrb Logo über Stadtplan

Wer geht, sieht und erlebt mehr. Darum lädt „Wild Urb” die Wienerinnen und Wiener dazu ein, ihre Stadt aus der Fußgängerperspektive neu zu erleben und die schönsten Wege und Routen mit anderen zu teilen. Die im Winter 2010 gegründete Community steht für „urbane Horizonterweiterung durch Entschleunigung”. Im Wort „Urb” steckt das lateinische Wort „Urbs” für Stadt. Diese zu erleben, indem man sie durchwandert – darum geht es. Zahlreiche „UrbTracks” (Fußwege) mit unterschiedlichen Herausforderungsgraden – von stöckelschuhtauglich bis Wanderschuh – werden auf www.wildurb.at angeboten. Der User kann diese Wege nachgehen oder eigene Wege entdecken. 

„Schätze” entdecken

Dass der Ansatz durchaus Sinn macht, kennt man von eigenen Urlauben. Wie oft stolpert man über Dinge, die man mit den Fortbewegungsmitteln Bus, U-Bahn oder Auto nie hätte entdecken können. Kleinigkeiten am Straßenrand, in Passagen, Hinterhöfen. Wie sollte man außer durch Zu-Fuß-Gehen herausfinden, wie viele autofreie Durchgänge durch Gründerzeitbauten im 7. und 8. Bezirk führen? Ganz zu schweigen von romantischen Parkbänken, Graffitikunst und versteckten Innenhofpassagen in der Innenstadt.

Gesund, umweltfreundlich und up-to-date

Ganz nebenbei sind diese aufregenden Erlebnis-Spaziergänge auch noch gesund. Gehen ist die einfachste und billigste Form etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Und dass Gehen die umweltfreundlichste Fortbewegungsart ist, ist selbstredend. Auch dass Spazierengehen gar nicht von gestern ist, sondern modern und hip sein kann, beweist die Community. So gibt es etwa eine eigene Smartphone-App (siehe Infokasten), die die Gehwege aufzeichnet. Diese Wege kann man als KLM-File für GoogleMaps hochloaden, auf dem Online-Portal www.urbwalker.at eigene Teams bilden, mit URBs gemeinsam um die Wette gehen und Challenges starten. 

Wien ist erst der Anfang

Die Community „geht, um zu bewegen”. Und so zählt sie bereits 2029 Facebook-Freunde. Weiters finden sich auf der Website www.wildurb.at zahlreiche Wegbegleiter, darunter Kabarettist Roland Düringer, der sich als WildUrb bezeichnet. Wien ist erst der Anfang, auch andere Städte sollen erobert und viele Menschen erreicht werden. Denn wenn man beim Gehen neue Wege entdeckt, kommen einem neue Impulse und man wird im wahrsten Sinn des Wortes zum Neue-Wege-Beschreiter.


5. Februar 2012